Autarke Kreisläufe schaffen, Flächen naturnah gestalten und über ein sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen nachdenken, das ist Permakultur. Was auf dem Grünlinger Hof in Oechlitz schon eine Weile funktioniert nahm eine Gruppe von Menschen aus Mücheln und Umgebung nun zum Impuls. Am 6. Januar gründeten sie mit elf Mitgliedern den „Permakulturverein Grünes Land“.

„Die Idee dahinter ist relativ einfach.“, so Christian Lellinger, Betreiber des Grünlinger Hofs und Erster Vorsitzender des Vereins, „Wir schauen der Natur über die Schulter, analysieren die Prozesse und versuchen sie, möglichst ressourcenschonend nachzuahmen.“ Für den Garten heißt das: auf Chemie verzichten und stattdessen einen Humusboden zu schaffen, der Nährstoffe puffern kann.

Die Idee begeistert, deutschlandweit sind bereits mehrere vergleichbare Projekte zu finden. Dabei ist die Idee der Permakultur nicht neu. Es wurde in den 1970er Jahren von den Australiern Bill Mollison und David Holmgren entwickelt. Nicht nur die Anlage von Gärten als Mini-Öko-Systeme, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, Wachstum und nicht zuletzt der Menschen untereinander schwebte den Visionären von damals vor. „Bis heute sind viele Ideen dazugekommen. Man kann sehr kreativ arbeiten und lernt viele neue Menschen kennen.“ beschreibt Lellinger die Arbeit im Verein, zu dem auffällig viele junge Familien gehören. „Wir wollen anpacken und gestalten, mit und für unsere Kinder, das ist unser Verständnis von Verantwortung.“ Und so planen sie in den nächsten Monaten gemeinsame Aktionen zum Natur- Umwelt und Artenschutz.

Wer mitarbeiten möchte, kann sich über permakulturverein.org informieren. Der Verein trifft sich jeden letzten Montag im Monat.